Wildpferde im Merfelder Bruch

Schon seit meiner Jugend, und man muss vorstellen, ich bin jetzt 63 Jahre alt, wollte ich immer schon einmal zum Wildpferdefang nach Merfeld (Dülmen). In diesem Jahr ist es mir, bzw. uns, meiner Frau und mir, endlich gelungen.

  • Nur wenige Kilometer westlich der Stadt Dülmen in NRW existiert bereits seit, ca. 1360, eine Herde wilder Pferde.

Aber hier erst einmal einige Informationen:

  • Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde ihnen durch die Familie Herzog von Croÿ ein auf mittlerweile rund 400 ha erweitertes Reservat, die Wildpferdebahn im Merfelder Bruch geschaffen. Diese ist mit ihren knapp 400 Wildpferden die einzig verbliebene in Europa.
  • Dieses Gebiet, bestehend aus Moor, Heideflächen und Wäldern, bietet den Wildpferden ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot. In den Winter-monaten werden die Tiere an einigen Futterstellen mit Heu versorgt.
  • Bezogen auf ihre Lebensweise sind die Wildpferde sich selbst überlassen.

Das Hineingaloppieren der ca. 400 Wildpferde war für uns ein noch nie gesehenes Ereignis. Erst hört man das stampfende Geräusch der Pferdehufe, dann sieht man die Herde hineinstürmen, und nach und nach breitet sich eine staubige Wolke über das Geschehen aus.

Aber wie bei jeder größeren Veranstaltung, gab es natürlich auch hier ein Vorprogramm.

Da war das Pippilangstrumpf Pferd, mit dem menschlichen Zügen.

Eine Westernreiter Gruppe mit ihren Darbietungen. Und einer Flugschau mit einem Seeadler.

Dann der 14 Jahre alte Reiter, der mit seinen beiden Kaltblütern, auf dem Rücken stehend, durch die Arena preschte,

Nun, die Beine haben so gerade eben gereicht.

Und auch eine Darbietung mit Hütehunden, die nicht nur Schafe trieben, sondern auch mit einer Gruppe von Laufgänsen keine Probleme hatten, und diese wieder in ihre Transportbox zurücktrieben.

Aber zurück zum Thema Wildpferde. Das Dülmener Pferd ist eine Ponyrasse das heute überwiegend in Dülmen im Merfelder Bruch lebt. Ihr Stockmaß liegt zwischen 1,25m und 1,35m.

Für den Erhalt der Wildpferde ist es notwendig, die ab einem Jahr geschlechtsreif werdenden Hengste aus der Herde herauszufangen, um u. a. Rivalitäten unter den Hengsten zu vermeiden. Dieser Wildpferdefang findet seit 1907 alljährlich am letzten Samstag im Mai im Merfelder Bruch statt. Die einjährigen Hengste werden von Hand gefangen und durch Versteigerung zum Kauf angeboten.

Die Fänger sondern immer erst eine Gruppe von Tieren von der restlichen Herde ab. Dann fangen sie einzelne junge Hengste aus der Gruppe heraus.

Da es sich ja um Wildpferde handelt, sind die kleinen Hengste noch ein bisschen wild.

Und damit beim Einfangen der Pferde alles korrekt abläuft, hat Frau Försterin den Überblick.

Es war für uns eine sehr schöne Erfahrung, etwas in dieser Art zu sehen. Einige Leute sagen, eine solche Veranstaltung ist für die Tiere zu viel Stress. Ich denke aber, wenn die Tiere den Rest des Jahres vollkommen alleine leben, wird dieser eine Tag nicht schaden. Die meisten Pferde aus dem Spring und Galopp Sport haben sicherlich nicht so ein schönes Leben.

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6 Comments

  1. Ich äußere keine Kritik an den Fotos sondern solche Veranstaltungen sind nicht ganz mein Ding ! Aber einige Bilder möchte ich hervorheben ! Nr. 9 , 10, 11 von unten gesehen !!
    Sicherlich schwierig die Tiere so einzufangen da sie ja nur in Bewegung sind ! Die find ich richtig gut ! Bei Foto Nr. 11 hätte ich versucht die Leute wegzulassen aber das ist leichter gesagt als getan !!!!

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    1. Super, danke für deine Meinung. Das mit den Leuten hatte ich mir auch überlegt. Zum Thema, das bessere Foto hast du natürlich recht.
      Aber weißt du, ich möchte eigentlich mit meinen Fotos auch einen Ablauf einer Veranstaltung bzw. eines Themas abbilden. Deshalb hab ich mir für die Leute entschieden. Bei den anderen Fotos ist es wie du schon sagst schwer, die Bewegungen richtig zu erwischen. Und ich hab auch nicht die super lichtstarken Objektive. Wenn eine dunkle Wolke kommt, und du mit kurzen Belichtungszeiten arbeitest kommst du schon einmal schnell an die Grenze. Zudem kann man sich nicht immer als Hobbyfotograf nicht immer so an den Veranstaltungsorten bewegen. Ich habe auch meinen Stil noch nicht so richtig gefunden. Auch diese Veranstaltung sollte als Übungsaufgabe für mich dienen. Ich habe noch Tausende Fotos aus Nah und Fernreisen, die ich verarbeiten will. Aber da fang ich erst mit an, wenn ich mehr Erfahrung habe, und weiss was ich genau will.
      Aber wie auch immer, toll, das jemand seinen Kommentar und seine Kritik abgibt.
      Finde ich hilfreich und super. Vielen Dank an dich.

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      1. Zunächst mal vielen Dank für den Kommentar !
        Klar jeder von uns muss vor Ort entscheiden wie er das Bild aufnehmen möchte bzw. welcher Hintergrund dahintersteht. Dies kann ein Außenstehender im Nachhinein nicht beurteilen. Man kennt die Verhältnisse nicht und den Standort wo das Foto aufgenommen wurde auch nicht. Da ist es immer leichter zu sagen “ hätte ich anders gemacht “ ! Nachdem wir alle das fotografieren als Hobby bezeichnen und keiner perfekt ist machen wir es aber trotzdem ganz gut ! Ich bin aber schon gespannt was bei dir noch so kommt !
        Ich habe bei meinem Artikel das Wort „Kritik“ gewählt was vielleicht auch nicht ganz richtig war, denn Kritik ist schon sehr negativ und wird vielleicht auch falsch aufgenommen. Meine Meinung würde ich aber schon gerne äußern sonst kann ich das ganze hier mit sparen !!!!
        Fazit : Kommentare finde ich schon wichtig und auch hilfreich !!!
        Morgen schönen Feiertag !!!! VG Manni

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  2. Hi, nein, Kritik ist das – richtig – Wort. Es gibt Lob und Kretik. Beides ist wichtig. Ich denke Kritik ist das bessere Wort. Es regt an zur Verbesserung und zum Nachdenken über etwas. Das ist nicht schlecht.
    Ich mag die klaren Worte. Nicht so wie in der Politik heute, dieses Herumgesülze. Also weiter so.
    Noch mal zu meinem Vorhaben.
    Die Idee war, die Welt in Bildern! Soll heißen, über ein Thema, was auch immer, eine Geschichte und, oder, Information in einem Ablauf von Bilder zu zeigen. Um dem Betrachter die Möglichkeit zu geben, sich in die Situation oder das Geschehen hineinzuversetzen. Also Fotos in Reihenfolge,
    Veranstaltungort, welche Besucher, Ablauf bis zum Höhepunkt, Personen am Rande, bis zu Besucher verlassen die Veranstaltung mit zufriedenen Gesichter.
    Wobei gerade dies Fotos am Rande die schwierigen sind wie ich meine, weil z. B. Festplatz mit Würstchenbude auch nicht prickelnd ist.
    –>Also wenig Text, aussagende Fotos.
    Die andere wariante wäre, und da schwanke ich noch.
    –>Viel Text mit nur einzelnen guten Fotos.
    Nun man wird sehen. Also Kretik bitte.
    Mfg Bernd

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